Buch-Check · Batra & Buchkremer · Verhaltenstherapie

„Nichtrauchen!“ von Batra und Buchkremer: Der wissenschaftliche Rauchstopp-Ratgeber

Das kompakte Programm verbindet ein persönliches Raucherprofil, einen festgelegten Rauchstopptag, alternative Verhaltensweisen, Entspannung und Rückfallprävention. Doch wie verständlich ist der verhaltenstherapeutische Sechs-Wochen-Ansatz für normale Leser – und reicht das Buch ohne professionelle Begleitung aus?

Anil Batra & Gerhard Buchkremer 6. aktualisierte Auflage Kohlhammer Verlag 127 Seiten ISBN 978-3-17-033691-9
Notizbuch, Stift und Arbeitsmaterialien für einen strukturierten Rauchstopp
Der Ratgeber setzt auf Beobachtung, konkrete Ziele, neue Verhaltensweisen und langfristige Stabilisierung statt auf ein einzelnes Motivationsversprechen.
Das Wichtigste in 30 Sekunden

Unsere vorläufige Einordnung

„Nichtrauchen!“ ist ein kurzer, strukturierter Rauchstopp-Ratgeber mit verhaltenstherapeutischer Ausrichtung. Das Buch möchte nicht nur motivieren, sondern Leser durch eine konkrete Abfolge von Vorbereitung, Rauchstopptag, Alternativverhalten, Krisenbewältigung und Rückfallprävention führen.

Grundansatz Verhaltenstherapeutisches Selbsthilfeprogramm
Dauer Sechs aufeinander aufbauende Wochen
Rauchstopptag Bereits in der zweiten Programmwoche
Mitarbeit Beobachten, planen, üben und dokumentieren
Körperlicher Entzug Wird ausdrücklich berücksichtigt
Medikamente Informationen zu unterstützenden Möglichkeiten
Rückfallprävention Zwei Wochen zur Stabilisierung und Sicherung
Umfang Kompakt mit 127 Seiten

Unser Kurzurteil

Das Buch ist besonders interessant für Leser, die einen nachvollziehbaren, sachlichen Ablauf suchen. Statt allein auf einen gedanklichen Durchbruch zu hoffen, werden Auslöser, Gewohnheiten, alternative Reaktionen und kritische Situationen schrittweise bearbeitet.

Die kompakte Länge ist eine Stärke, kann aber zugleich eine Grenze sein. Wer eine starke Nikotinabhängigkeit, psychische Begleiterkrankungen oder viele frühere Rückfälle mitbringt, benötigt möglicherweise mehr Unterstützung, als ein Selbsthilfebuch allein leisten kann.

Buchprofil

Die wichtigsten Angaben zu „Nichtrauchen!“

Bibliografische Angaben

  • Titel: Nichtrauchen!
  • Untertitel: Erfolgreich aussteigen in sechs Schritten
  • Autoren: Anil Batra und Gerhard Buchkremer
  • Verlag: Kohlhammer
  • Reihe: Rat + Hilfe
  • Auflage: 6., aktualisierte Auflage
  • Erscheinungsjahr: 2017
  • Umfang: 127 Seiten mit 24 Abbildungen
  • ISBN: 978-3-17-033691-9

Welchen Hintergrund haben die Autoren?

Der Ratgeber stammt aus dem Umfeld der Tübinger Suchtmedizin und Psychiatrie. Beide Autoren haben sich über viele Jahre wissenschaftlich und praktisch mit Tabakabhängigkeit, Verhaltenstherapie und Rauchstopp-Programmen beschäftigt.

Das unterscheidet das Buch von Ratgebern, die überwiegend auf einer persönlichen Erfolgsgeschichte, einer einzelnen Coachingmethode oder einem stark werblichen Versprechen beruhen.

Die richtige Ausgabe finden

Für die hier besprochene Ausgabe solltest du auf die ISBN 978-3-17-033691-9 achten. Sie gehört zur Reihe „Rat + Hilfe“ des Kohlhammer Verlags und umfasst 127 Seiten.

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Der Grundgedanke

Worum geht es in dem Rauchstopp-Ratgeber?

Das Buch betrachtet Tabakabhängigkeit nicht als reine Willensschwäche. Es geht davon aus, dass mehrere Ebenen gleichzeitig zusammenwirken: die körperliche Wirkung des Nikotins, gelernte Gewohnheiten, persönliche Auslöser, soziale Situationen und Erwartungen an die Zigarette.

Deshalb reicht es aus Sicht des Programms nicht, nur zu beschließen: „Ich rauche ab morgen nicht mehr.“ Ein erfolgreicher Ausstieg braucht Vorbereitung. Leser sollen ihr Rauchverhalten analysieren, einen konkreten Rauchstopptag umsetzen, neue Verhaltensweisen erproben und sich gezielt auf gefährliche Situationen vorbereiten.

Psychologische Abhängigkeit

Bestimmte Tätigkeiten und Gefühle sind eng mit dem Rauchen verbunden: Kaffee, Autofahren, Telefonate, Pausen, Stress, Langeweile, Alkohol oder das Zusammensein mit anderen Rauchern.

Diese Verbindungen sollen sichtbar gemacht und anschließend durch neue Reaktionen ersetzt werden.

Körperliche Abhängigkeit

Zusätzlich berücksichtigt das Buch Nikotinabhängigkeit und mögliche Entzugsbeschwerden. Dadurch wird der Rauchstopp nicht ausschließlich als mentale Entscheidung dargestellt.

Auch Informationen über unterstützende Medikamente gehören zum Konzept.

Die Zigarette wird nicht nur weggelassen. Das Programm versucht, die Situationen zu verändern, in denen Rauchen bisher eine feste Funktion übernommen hat.

Titel und tatsächlicher Ablauf

Sind es sechs Schritte oder sechs Wochen?

Der Untertitel spricht von sechs Schritten. Das eigentliche Selbsthilfeprogramm ist jedoch in sechs aufeinander aufbauende Wochen gegliedert. Jede Woche übernimmt dabei eine andere Aufgabe im Veränderungsprozess.

Das ist ein wichtiger Unterschied zu einem Buch, das sechs kurze Regeln nennt und anschließend den Rauchstopp dem Leser überlässt. Hier soll über mehrere Wochen beobachtet, ausprobiert und stabilisiert werden.

Wichtig: Der Rauchstopp erfolgt nicht erst nach sechs Wochen

Bereits in Woche zwei soll das Rauchen aufgegeben werden. Die folgenden Wochen dienen dazu, neue Verhaltensweisen einzuüben, schwierige Situationen zu bewältigen und die Abstinenz langfristig zu sichern.

Der praktische Ablauf

Das Sechs-Wochen-Programm im Überblick

Woche
1
Du erstellst dein persönliches Raucherprofil

Zunächst wird untersucht, wann, wo und warum du rauchst. Welche Zigaretten sind mit Stress verbunden? Welche gehören automatisch zu Kaffee, Arbeitspause oder Autofahrt? Wie stark ist die körperliche Abhängigkeit?

Woche
2
Du hörst auf und entwickelst Alternativverhalten

In der zweiten Woche findet der eigentliche Rauchstopp statt. Gleichzeitig werden neue Reaktionen für Situationen vorbereitet, in denen bisher automatisch geraucht wurde.

Woche
3
Du vereinbarst Ziele und beschäftigst dich mit Ernährung

Die rauchfreie Entscheidung soll durch klare Vereinbarungen und realistische Ziele gestärkt werden. Zusätzlich wird Ernährung thematisiert, damit Hunger oder Gewichtssorgen nicht unnötig zum Rückfallauslöser werden.

Woche
4
Du bereitest dich auf kritische Situationen vor

Jetzt geht es um konkrete Bewältigungshilfen. Zusätzlich wird eine Entspannungstechnik eingeführt, die in stressigen Momenten eine Alternative zur Zigarette bieten soll.

Woche
5
Du stabilisierst deine Rauchfreiheit

Neue Abläufe sollen sicherer werden. Erfolge werden sichtbar gemacht und noch bestehende Schwachstellen im persönlichen Rauchfrei-Plan bearbeitet.

Woche
6
Du sicherst deine langfristige Abstinenz

Zum Abschluss richtet sich der Blick stärker auf zukünftige Rückfallgefahren. Du sollst auch nach dem Programm wissen, wie du auf Versuchungen, Ausrutscher und alte Rauchgedanken reagierst.

Woche eins

Warum das persönliche Raucherprofil so wichtig ist

Viele Aufhörversuche behandeln jede Zigarette gleich. Tatsächlich können jedoch sehr unterschiedliche Gründe dahinterstehen. Eine Zigarette am Morgen kann körperliches Verlangen lindern. Die Zigarette in der Arbeitspause kann vor allem soziale Zugehörigkeit bedeuten. Eine andere wird aus Langeweile oder nach einem Streit geraucht.

Ein persönliches Raucherprofil hilft deshalb, nicht nur die Anzahl der Zigaretten zu betrachten, sondern ihre jeweilige Funktion.

Diese Fragen sind besonders hilfreich

  • Wann rauche ich meine erste Zigarette?
  • Welche Zigarette würde mir am schwersten fehlen?
  • In welchen Situationen rauche ich fast automatisch?
  • Welche Gefühle lösen besonders häufig Verlangen aus?
  • Mit welchen Menschen rauche ich regelmäßig?
  • Welche Zigaretten empfinde ich kaum noch als angenehm?

Was daraus entstehen sollte

Am Ende der ersten Woche brauchst du keine allgemeine Liste mit Rauchgründen. Du brauchst eine persönliche Karte deiner wichtigsten Rückfallstellen.

Nur dann kannst du für Kaffee, Autofahrt, Stress, Pausen oder Alkohol jeweils eine passende Alternative planen.

Woche zwei

Wie konkret ist der Rauchstopptag?

Der Rauchstopptag ist kein unbestimmtes Ziel am Ende des Buches. Bereits in der zweiten Programmwoche soll der Ausstieg umgesetzt werden. Das zwingt den Leser dazu, aus der Analyse relativ schnell eine konkrete Entscheidung zu machen.

Gleichzeitig wird der Rauchstopp mit Alternativverhalten verbunden. Das ist verhaltenstherapeutisch sinnvoll: Eine eingeübte Handlung lässt sich häufig leichter verändern, wenn nicht nur ein Verbot besteht, sondern eine neue Handlung verfügbar ist.

Beispiele für geplante Alternativen

  • nach dem Essen direkt aufstehen und kurz die Zähne putzen,
  • in der Arbeitspause einen anderen Ort aufsuchen,
  • bei Stress drei Minuten bewusst atmen oder gehen,
  • im Auto Wasser, Kaugummi oder einen kleinen Gegenstand bereithalten,
  • bei einem Rauchangebot eine vorbereitete Antwort verwenden,
  • bei starkem Verlangen einen festen Notfallplan starten.
Körperliche Seite des Rauchstopps

Wie behandelt das Buch Nikotinabhängigkeit und Entzug?

Einer der größten Unterschiede zu rein mentalen Rauchstopp-Büchern liegt darin, dass die körperliche Abhängigkeit ausdrücklich Teil des Programms ist. Damit wird anerkannt, dass Verlangen nicht nur durch Gedanken oder fehlende Motivation entsteht.

Menschen mit stärkerer Abhängigkeit können in der ersten rauchfreien Zeit unter innerer Unruhe, Gereiztheit, Konzentrationsproblemen, Schlafveränderungen, stärkerem Appetit oder intensivem Rauchverlangen leiden. Die Ausprägung ist individuell.

Warum diese Einordnung wichtig ist

Wer körperliches Verlangen als persönliches Versagen deutet, gerät schnell in Selbstvorwürfe. Ein medizinischer Blick hilft, Entzug als vorübergehenden Anpassungsprozess zu verstehen.

Was trotzdem aktiv verändert werden muss

Selbst wenn der körperliche Entzug nachlässt, können erlernte Trigger bestehen bleiben. Deshalb verbindet das Buch körperliche Informationen mit neuen Verhaltensweisen und Rückfallprävention.

Unterstützende Behandlung

Bezieht das Buch Nikotinersatz und Medikamente ein?

Ja. Der Verlag hebt ausdrücklich hervor, dass der Ratgeber Informationen über mögliche medikamentöse Hilfen enthält. Das ist für einen wissenschaftlich ausgerichteten Rauchstopp-Ratgeber konsequent.

Was aktuelle Empfehlungen grundsätzlich sagen

Internationale Empfehlungen verbinden verhaltensbezogene Unterstützung mit wirksamen medikamentösen Möglichkeiten. Dazu können unter anderem Nikotinersatzpräparate sowie bestimmte verschreibungspflichtige Medikamente gehören.

Welche Behandlung geeignet ist, hängt von Abhängigkeit, Vorerkrankungen, anderen Medikamenten, Schwangerschaft und bisherigen Erfahrungen ab.

Der mögliche Vorteil

Leser müssen körperliche Unterstützung nicht grundsätzlich als Schwäche betrachten. Sie kann ein Baustein eines umfassenden Rauchstopp-Plans sein.

Die klare Grenze des Buches

Ein Ratgeber kann allgemeine Möglichkeiten erklären. Er kann jedoch nicht individuell prüfen, welches Präparat für dich geeignet ist oder ob Gegenanzeigen bestehen.

Selbsthilfe oder Begleitung?

Ist das Buch auch ohne therapeutische Begleitung nutzbar?

Der Aufbau richtet sich an Leser, die das Programm selbstständig umsetzen möchten. Die sechs Wochen geben einen klaren Rahmen, und die Aufgaben lassen sich grundsätzlich im eigenen Alltag bearbeiten.

Trotzdem bedeutet „Selbsthilfeprogramm“ nicht, dass zusätzliche Unterstützung unnötig wäre. Gerade die Kombination aus verhaltensbezogener Begleitung und geeigneter medikamentöser Hilfe kann die Erfolgsaussichten verbessern.

Allein wahrscheinlich gut umsetzbar, wenn …

  • du konzentriert mit einem kurzen Sachbuch arbeiten kannst,
  • du Aufgaben und Beobachtungen tatsächlich durchführst,
  • deine bisherigen Rückfälle überschaubare Auslöser hatten,
  • du Unterstützung durch Familie oder Freunde hast,
  • du dir bei Bedarf medizinische Beratung holst,
  • du einen festen Rauchstopptag akzeptierst.

Zusätzliche Unterstützung ist besonders sinnvoll, wenn …

  • du sehr früh nach dem Aufwachen rauchst,
  • du schon viele ernsthafte Versuche hinter dir hast,
  • du starke Entzugsbeschwerden erlebt hast,
  • Rauchen eng mit Angst, Depression oder Krisen verbunden ist,
  • du mehrere Nikotinprodukte gleichzeitig nutzt,
  • du dich mit dem Programm allein überfordert fühlst.
Was den Ratgeber auszeichnet

Mögliche Stärken von „Nichtrauchen!“

1. Ein nachvollziehbarer Ablauf

Der Leser weiß, was zuerst und was später bearbeitet wird. Analyse, Rauchstopptag, Bewältigung und langfristige Sicherung werden nicht wahllos vermischt.

2. Psychische und körperliche Abhängigkeit

Das Buch reduziert den Rauchstopp weder auf Willenskraft noch ausschließlich auf Nikotin. Beide Seiten werden miteinander verbunden.

3. Früher konkreter Rauchstopptag

Bereits in Woche zwei wird aufgehört. Dadurch bleibt die Vorbereitung begrenzt und wird nicht zur dauerhaften Ausrede.

4. Rückfallprävention ist Teil des Programms

Zwei der sechs Wochen dienen ausdrücklich der Stabilisierung und langfristigen Sicherung. Das ist realistischer als ein Konzept, das beim Wegwerfen der letzten Schachtel endet.

5. Kompakter Umfang

Mit 127 Seiten ist das Buch deutlich kürzer als viele große Rauchstopp-Klassiker. Das kann den Einstieg erleichtern und eine schnelle Umsetzung fördern.

6. Medizinische Hilfen werden nicht ausgeblendet

Informationen über Nikotinersatz und weitere Behandlungsoptionen machen das Programm offener für unterschiedliche Grade der Abhängigkeit.

Ehrliche Grenzen

Was sehen wir kritisch?

Die Ausgabe stammt aus dem Jahr 2017

Die grundlegenden verhaltenstherapeutischen Prinzipien sind weiterhin relevant. Einzelne Angaben zu Medikamenten, Versorgung, digitalen Angeboten oder Leitlinien sollten jedoch mit aktuellen Quellen abgeglichen werden.

127 Seiten begrenzen die Tiefe

Der kompakte Umfang macht das Buch zugänglich. Sehr individuelle Rückfallmuster, psychische Belastungen oder komplexer Mehrfachkonsum können darin aber nur begrenzt behandelt werden.

Die Sprache könnte sachlicher wirken

Leser, die einen emotionalen, humorvollen oder stark motivierenden Stil suchen, könnten das Programm als nüchtern empfinden.

Aktive Mitarbeit ist unverzichtbar

Das Programm funktioniert nicht dadurch, dass man es nur liest. Raucherprofil, Alternativen, Zielvereinbarungen und Krisenstrategien müssen tatsächlich umgesetzt werden.

Kein spezieller Fokus auf Vaping

Die besprochene Ausgabe konzentriert sich auf das Rauchen von Zigaretten. Vapes, Dual Use und neuere Nikotinprodukte brauchen möglicherweise zusätzliche Informationen.

Selbsthilfe hat Grenzen

Bei hoher Abhängigkeit, Schwangerschaft, schweren Entzugserfahrungen oder psychischen Erkrankungen sollte das Buch nicht als Ersatz für individuelle Behandlung verstanden werden.

Programm und aktuelle Evidenz

Der Faktencheck

Thema Ausrichtung des Buches Redaktionelle Einordnung Status
Persönliches Raucherprofil Auslöser, Situationen und Funktionen des Rauchens werden zunächst systematisch erfasst. Die Analyse persönlicher Trigger ist eine sinnvolle Grundlage für individuell passende Verhaltensänderungen. Sehr sinnvoll
Alternativverhalten Alte Rauchroutinen werden durch vorher geplante neue Handlungen ersetzt. Das passt zu verhaltenstherapeutischen Prinzipien. Die Alternative muss jedoch zur konkreten Funktion der Zigarette passen. Gut begründet
Entspannungstechnik In Woche vier wird eine Entspannungsmethode als Hilfe für kritische Situationen eingeführt. Entspannung kann Stress reduzieren. Sie ersetzt jedoch nicht automatisch die Bearbeitung von Konflikten, Angst oder dauerhafter Überlastung. Sinnvolle Ergänzung
Nikotinersatz Medikamentöse Hilfen werden als möglicher Teil der Tabakentwöhnung erläutert. Aktuelle internationale Empfehlungen führen Nikotinersatztherapie als wirksame Rauchstopp-Option auf. Die Auswahl sollte individuell erfolgen. Leitliniennah
Kombinierte Unterstützung Psychologische und körperliche Aspekte werden gemeinsam berücksichtigt. Die Verbindung von Verhaltensunterstützung und geeigneter Pharmakotherapie kann die Erfolgsaussichten erhöhen. Besonders stark
Sechs Wochen Das Programm setzt einen festen, überschaubaren Zeitraum. Ein klarer Rahmen kann motivieren. Die langfristige Stabilisierung endet jedoch nicht automatisch nach Woche sechs. Danach weiterführen
Selbsthilfe für alle Das Buch ist zur eigenständigen Umsetzung konzipiert. Für viele Menschen kann Selbsthilfe ein sinnvoller Einstieg sein. Bei komplexer oder starker Abhängigkeit reicht sie möglicherweise nicht aus. Bedarf prüfen
Passt das Buch zu dir?

Für wen könnte „Nichtrauchen!“ geeignet sein?

✓ Wahrscheinlich passend

  • Du möchtest einen strukturierten Rauchstopp über sechs Wochen.
  • Du suchst einen wissenschaftlich orientierten Ratgeber.
  • Du möchtest dein persönliches Rauchmuster genau untersuchen.
  • Du bist bereit, Alternativverhalten aktiv einzuüben.
  • Du möchtest körperliche Abhängigkeit nicht ignorieren.
  • Du willst Informationen zu Nikotinersatz und Medikamenten.
  • Du bevorzugst ein kompaktes Buch statt eines langen Klassikers.
  • Dir ist langfristige Rückfallprävention wichtig.

× Eher nicht als einzige Hilfe

  • Du suchst vor allem emotionale Motivation oder Unterhaltung.
  • Du möchtest ohne Aufgaben und Selbstbeobachtung aufhören.
  • Du brauchst heute eine sehr kurze Akuthilfe.
  • Du konsumierst vor allem Vapes oder mehrere Nikotinprodukte.
  • Du hast sehr starke Entzugsbeschwerden erlebt.
  • Rauchen ist eng mit einer psychischen Erkrankung verbunden.
  • Du brauchst eine persönliche therapeutische Begleitung.
  • Du erwartest eine Garantie für dauerhafte Rauchfreiheit.
Mehr aus dem Programm machen

So kannst du das Buch sinnvoll nutzen

Tipp
1
Lege vor Beginn feste Wochentermine fest

Plane einen festen Zeitpunkt für deine Wochenaufgaben. Andernfalls kann aus einem Sechs-Wochen-Programm schnell ein Buch werden, das monatelang ungelesen liegen bleibt.

Tipp
2
Führe ein echtes Raucherprotokoll

Notiere nicht nur die Anzahl. Halte Situation, Gefühl, Verlangensstärke, erwartete Wirkung und tatsächliche Wirkung fest.

Tipp
3
Formuliere Alternativen möglichst konkret

„Ich lenke mich ab“ ist zu ungenau. Besser: „Nach dem Mittagessen gehe ich fünf Minuten um das Gebäude und höre dabei ein bestimmtes Lied.“

Tipp
4
Prüfe deine körperliche Abhängigkeit frühzeitig

Nutze einen Abhängigkeitstest und hole dir bei Bedarf bereits vor dem Rauchstopptag Beratung zu geeigneten Hilfen.

Tipp
5
Ergänze einen persönlichen Notfallplan

Lege für starkes Verlangen, Alkohol, Streit, Stress und eine einzelne gerauchte Zigarette jeweils eine klare Reaktion fest.

Tipp
6
Setze die Rückfallprävention nach Woche sechs fort

Nutze weiterhin einen Wochencheck oder Tracker, bis neue Routinen auch in Urlaub, Krisen und sozialen Situationen stabil funktionieren.

Drei verschiedene Buchtypen

Wie unterscheidet sich das Buch von Allen Carr und Andreas Jopp?

Buch Hauptmethode Struktur Körperliche Abhängigkeit Besonders passend
Batra & Buchkremer Verhaltenstherapie, Analyse und neue Verhaltensweisen Sechs klar aufgebaute Wochen Ausdrücklich einbezogen Sachlich orientierte Leser mit Wunsch nach einem systematischen Programm
Allen Carr Veränderung der Überzeugungen über Nikotin Ausführliche gedankliche Vorbereitung Wird aus der Easyway-Perspektive behandelt Leser, die sich vor allem vom Gefühl des Verzichts lösen möchten
Andreas Jopp Wissen, Motivation und verschiedene Entwöhnungsmethoden 30 Kapitel beziehungsweise 30-Tage-Rahmen Nikotin und Hilfsmethoden werden behandelt Leser mit Interesse an Gewicht, Ernährung und breitem Hintergrundwissen

Die einfachste Entscheidungshilfe

Möchtest du vor allem deine Rauchgedanken verändern, passt Allen Carr eher. Suchst du einen breiten 30-Tage-Ratgeber mit Gewichtsschwerpunkt, ist Andreas Jopp interessant. Möchtest du ein kompaktes, verhaltenstherapeutisch aufgebautes Programm mit klarem Rauchstopptag, sind Batra und Buchkremer besonders passend.

Kostenlose Ergänzungen

Passende Nichtraucherzone-Hilfe zum Buch

Diese Tests und Werkzeuge ergänzen besonders die verhaltenstherapeutische Ausrichtung des Sechs-Wochen-Programms.

Andere Rauchstopp-Ratgeber

Zwei Alternativen zu „Nichtrauchen!“

Du möchtest deine Denkweise grundlegend verändern?

„Endlich Nichtraucher für alle!“ von Allen Carr konzentriert sich stärker darauf, die vermeintlichen Vorteile des Rauchens und das Gefühl des Verzichts aufzulösen.

Zum Allen-Carr-Buch-Check

Du möchtest einen ausführlicheren 30-Tage-Rahmen?

„Ich rauche gern … und hör jetzt auf!“ von Andreas Jopp verbindet die Vorbereitung mit Informationen zu Ernährung, Gewicht und mehreren Entwöhnungsmethoden.

Zum Andreas-Jopp-Buch-Check
Ehrliches Fazit

Lohnt sich „Nichtrauchen!“ von Batra und Buchkremer?

Der Ratgeber ist ein wichtiger Gegenpol zu Büchern, die den Rauchstopp vor allem über Motivation, Hypnose oder einen einzigen gedanklichen Durchbruch erklären. Sein größter Vorteil liegt im strukturierten verhaltenstherapeutischen Aufbau.

Das persönliche Raucherprofil, der frühe Rauchstopptag, alternative Verhaltensweisen und die Vorbereitung auf kritische Situationen ergeben einen nachvollziehbaren Prozess. Gleichzeitig wird die körperliche Abhängigkeit nicht ausgeblendet.

Besonders positiv ist, dass das Programm nicht unmittelbar nach der letzten Zigarette endet. Zwei Wochen widmen sich der Stabilisierung und langfristigen Sicherung der Rauchfreiheit. Genau diese Phase fehlt in vielen kurzen Rauchstopp-Versprechen.

Die größte Einschränkung ist der kompakte Umfang. 127 Seiten können ein klarer Einstieg sein, aber keine individuelle Therapie ersetzen. Zudem stammt die besprochene Ausgabe aus dem Jahr 2017. Medizinische Details sollten deshalb mit aktuellen Leitlinien und persönlicher Beratung abgeglichen werden.

Unsere vorläufige Empfehlung

Das Buch könnte besonders gut zu dir passen, wenn du einen sachlichen, kurzen und wissenschaftlich orientierten Plan suchst und bereit bist, über sechs Wochen aktiv mitzuarbeiten.

Bei stärkerer Abhängigkeit ist der beste Weg wahrscheinlich nicht „Buch oder professionelle Hilfe“, sondern eine sinnvolle Kombination: Selbsthilfeprogramm, persönliche Beratung, verhaltensbezogene Unterstützung und bei Bedarf eine geeignete medikamentöse Behandlung.

Häufige Fragen

FAQ zu „Nichtrauchen!“ von Batra und Buchkremer

Ist das Buch in sechs Schritte oder sechs Wochen aufgeteilt?

Der Untertitel spricht von sechs Schritten. Das eigentliche Selbsthilfeprogramm ist in sechs aufeinander aufbauende Wochen gegliedert.

Wann hört man im Programm mit dem Rauchen auf?

Der Rauchstopp ist bereits für die zweite Programmwoche vorgesehen. Die folgenden Wochen dienen dem Einüben neuer Verhaltensweisen und der Stabilisierung.

Was passiert in der ersten Woche?

In Woche eins erstellst du ein persönliches Raucherprofil. Du untersuchst typische Situationen, Auslöser, Gewohnheiten und die mögliche Stärke deiner Abhängigkeit.

Ist das Buch wissenschaftlich fundiert?

Das Programm ist verhaltenstherapeutisch ausgerichtet und stammt von Autoren mit langjähriger Erfahrung in Suchtmedizin und Tabakentwöhnung. Eine endgültige Bewertung einzelner Aussagen sollte dennoch mit aktuellen Leitlinien abgeglichen werden.

Kann ich das Programm ohne Therapie durchführen?

Das Buch ist als Selbsthilfeprogramm konzipiert. Bei hoher Abhängigkeit, starken Entzugserfahrungen, vielen Rückfällen oder psychischen Begleiterkrankungen kann zusätzliche professionelle Unterstützung sinnvoll sein.

Behandelt das Buch Nikotinersatz?

Ja. Der Verlag weist ausdrücklich auf Informationen zu möglichen medikamentösen Hilfen hin. Welche Unterstützung individuell geeignet ist, sollte mit medizinischem Fachpersonal geklärt werden.

Enthält das Buch praktische Übungen?

Das Programm verlangt aktive Mitarbeit. Dazu gehören die Erstellung eines Raucherprofils, neue Verhaltensweisen, Zielvereinbarungen, Bewältigungshilfen und eine Entspannungstechnik.

Hilft das Buch bei Rückfällen?

Die letzten beiden Programmwochen dienen ausdrücklich der Stabilisierung und langfristigen Sicherung der Rauchfreiheit. Nach mehreren Rückfällen sollte zusätzlich ein individueller Rückfallplan erstellt werden.

Ist das Buch auch für Vaper geeignet?

Die besprochene Ausgabe konzentriert sich vor allem auf Zigarettenrauchen. Grundprinzipien wie Triggeranalyse und Alternativverhalten lassen sich übertragen, für Vaping und Dual Use sind jedoch zusätzliche Informationen sinnvoll.

Wie unterscheidet sich das Buch von Allen Carr?

Batra und Buchkremer arbeiten stärker mit Verhaltensanalyse, festem Rauchstopptag, Alternativhandlungen und Rückfallprävention. Allen Carr konzentriert sich stärker auf die Veränderung der inneren Überzeugungen über das Rauchen.

Redaktionelle Grundlage

Quellen und weiterführende Informationen

  1. Offizielle Buchdaten und Verlagsbeschreibung: Kohlhammer – Nichtrauchen!
  2. Inhaltsverzeichnis mit dem vollständigen Sechs-Wochen-Programm: Schweitzer Fachinformationen – Inhaltsübersicht
  3. Deutsche Leitlinie zu Rauchen und Tabakabhängigkeit: AWMF-Leitlinienregister
  4. Internationale Empfehlungen zur Tabakentwöhnung: WHO Clinical Treatment Guideline for Tobacco Cessation
  5. Ergänzendes verhaltenstherapeutisches Manual der Autoren: Kohlhammer – Tabakentwöhnung

Letzte redaktionelle Prüfung der öffentlich verfügbaren Angaben: 31. Juli 2026.

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