Ist Shisha weniger schädlich als Zigaretten?
Shisha, Wasserpfeife und Gesundheit

Ist Shisha weniger schädlich als Rauchen?

Der Rauch schmeckt süß, zieht durch Wasser und eine Shisha wird oft nur am Wochenende oder mit Freunden geraucht. Dadurch wirkt sie harmloser als eine Zigarette. Das Wasser macht den Rauch jedoch nicht sauber – und die Kohle bringt zusätzliche Risiken mit sich.

Stand: 3. August 2026 Lesezeit: etwa 13 Minuten Medizinische Wissensseite
Nahaufnahme eines Shisha-Kopfes mit Kohle und aufsteigendem Rauch
Shisha-Rauch entsteht aus dem erhitzten Produkt und der verwendeten Kohle. Foto: Cachimberos / Unsplash

Die kurze Antwort

Kurz erklärt Nein: Eine Shisha ist keine sichere oder grundsätzlich weniger schädliche Alternative zur Zigarette.

Shisha-Rauch enthält viele der gleichen gesundheits- und suchtgefährdenden Stoffe wie Zigarettenrauch. Dazu gehören Nikotin, Kohlenmonoxid, Teerbestandteile, Metalle und krebserzeugende Verbindungen. Die Kohle kann die Belastung durch Kohlenmonoxid und weitere Verbrennungsprodukte zusätzlich erhöhen. [1] [2]

Trotzdem ist ein fairer Vergleich komplizierter als die Behauptung „eine Shisha ist genauso schlimm wie eine Zigarette“. Eine Zigarette wird meist wenige Minuten geraucht. Eine Shisha-Sitzung dauert dagegen häufig deutlich länger und besteht aus vielen tiefen Zügen. Gleichzeitig rauchen manche Menschen täglich Zigaretten, aber nur gelegentlich Shisha.

Deshalb müssen zwei Fragen getrennt werden:

Wie belastend ist eine einzelne Sitzung?

Wegen der langen Dauer, des hohen Rauchvolumens und der Kohle kann bereits eine Sitzung zu einer erheblichen Aufnahme von Schadstoffen führen.

Wie hoch ist das langfristige Gesamtrisiko?

Das hängt zusätzlich davon ab, wie oft und wie lange jemand Shisha, Zigaretten oder andere Produkte konsumiert.

Wichtig: „Nur am Wochenende“ bedeutet in der Regel weniger Konsumtage als tägliches Zigarettenrauchen. Es bedeutet aber nicht, dass eine Shisha-Sitzung harmlos ist.

Warum wirkt Shisha harmloser als eine Zigarette?

Die Wirkung entsteht vor allem durch das gesamte Erlebnis. Eine Shisha riecht häufig fruchtig oder süß. Der Rauch fühlt sich durch die Abkühlung weniger scharf an. Sie wird langsam, im Sitzen und oft gemeinsam mit Freunden konsumiert. Das unterscheidet sich stark vom Bild einer schnell gerauchten Zigarette.

Das Wasser

Der Rauch zieht sichtbar durch das Wasser. Das erweckt den Eindruck, er werde dort gereinigt.

Die Aromen

Frucht-, Minz- oder Süßwarenaromen überdecken den typischen Geschmack von Tabakrauch.

Das soziale Ritual

Die Shisha steht für Zusammensitzen, Gespräche, Musik und Entspannung – nicht nur für die Nikotinaufnahme.

Der seltenere Anlass

Viele rauchen nicht täglich Shisha. Dadurch wird das Risiko einer einzelnen Sitzung leicht unterschätzt.

Angenehmer Geschmack und weniger Kratzen sind jedoch kein zuverlässiger Maßstab für die Schadstoffbelastung. Ein Rauch kann sich mild anfühlen und trotzdem Kohlenmonoxid, Nikotin, Feinstaub, Metalle und krebserzeugende Stoffe enthalten.

Wie entsteht der Rauch einer Shisha?

Produkt im Kopf Im Shisha-Kopf befinden sich meist aromatisierter Wasserpfeifentabak, eine Kräutermischung, Paste oder Dampfsteine.
Hitze von oben Kohle oder eine andere Wärmequelle erhitzt das Produkt. Dabei entstehen Rauch, Aerosole und thermische Zersetzungsprodukte.
Weg durch das Wasser Beim Ziehen wird der Rauch durch das Tauchrohr und die mit Wasser gefüllte Bowl geleitet.
Einatmen über den Schlauch Der abgekühlte Rauch gelangt über den Schlauch und das Mundstück tief in die Atemwege.

Anders als bei einer Zigarette kommt bei einer klassischen Shisha häufig nicht nur das Tabakprodukt als Schadstoffquelle infrage. Auch die glühende Kohle erzeugt Verbrennungsprodukte. Dazu zählen hohe Mengen Kohlenmonoxid, aber auch Benzol und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe. [3]

Komplette Wasserpfeife mit Bowl, Schlauch, Kopf und Kohle
Die Wasserpfeife kühlt den Rauch ab, macht ihn aber nicht schadstofffrei. Foto: Cachimberos / Unsplash

Filtert das Wasser die Schadstoffe heraus?

Das ist der bekannteste Shisha-Mythos. Zwar können sich einzelne Bestandteile teilweise im Wasser lösen. Der entscheidende Punkt ist jedoch: Nach dem Weg durch das Wasser enthält der eingeatmete Rauch weiterhin hohe Konzentrationen gesundheitsschädlicher Stoffe. [2] [4]

Was das Wasser tatsächlich verändert

  • Der Rauch wird abgekühlt.
  • Er kann sich weicher und weniger kratzig anfühlen.
  • Ein Teil wasserlöslicher Bestandteile kann zurückbleiben.
  • Die sichtbare Blasenbildung vermittelt einen Filtereffekt.

Was das Wasser nicht leistet

  • Es entfernt das Kohlenmonoxid nicht zuverlässig.
  • Es macht Nikotin nicht unschädlich.
  • Es hält krebserzeugende Stoffe nicht vollständig zurück.
  • Es verwandelt Rauch nicht in harmlosen Wasserdampf.

Merksatz: Das Wasser verändert vor allem Temperatur und Gefühl des Rauchs. Es entfernt nicht die entscheidenden gesundheitlichen Risiken.

Shisha oder Zigarette: Was ist schädlicher?

Eine pauschale Rangliste ist problematisch, weil Konsummuster sehr unterschiedlich sein können. Wer täglich zwanzig Zigaretten raucht, hat eine andere langfristige Belastung als jemand, der einmal im Monat eine Shisha teilt. Wer dagegen mehrere Shisha-Köpfe pro Tag raucht, kann ebenfalls eine sehr hohe Belastung erreichen.

Merkmal Shisha Zigarette
Dauer Eine Sitzung dauert häufig viele Minuten bis deutlich über eine Stunde. Eine einzelne Zigarette wird meist innerhalb weniger Minuten geraucht.
Rauchvolumen Durch die lange Sitzung und viele Züge kann ein sehr großes Rauchvolumen eingeatmet werden. Pro Zigarette ist das Rauchvolumen deutlich kleiner; bei täglichem Konsum summieren sich jedoch viele Zigaretten.
Nikotin Tabakhaltige Shisha kann relevante Mengen Nikotin liefern und abhängig machen. Zigaretten liefern schnell Nikotin und fördern bei regelmäßigem Konsum eine starke Abhängigkeit.
Kohlenmonoxid Die verwendete Kohle kann die Kohlenmonoxidbelastung deutlich erhöhen. Kohlenmonoxid entsteht ebenfalls bei der Verbrennung des Tabaks.
Schadstoffe Unter anderem Kohlenmonoxid, Nikotin, PAK, Benzol, Metalle, Carbonyle und Feinstaub. Enthält ebenfalls zahlreiche giftige und krebserzeugende Verbrennungsprodukte.
Konsummuster Häufig sozial und gelegentlich, bei manchen Menschen aber regelmäßig oder täglich. Häufig stärker in den Tagesablauf eingebaut und mehrmals täglich wiederholt.
Fazit Keine sichere Alternative. Eine einzelne Sitzung kann eine hohe akute Schadstoffbelastung verursachen. Ebenfalls hochriskant. Täglicher Konsum führt zu einer besonders hohen kumulativen Belastung.

Ein sinnvoller Vergleich lautet daher nicht: „Wie vielen Zigaretten entspricht eine Shisha exakt?“ Besser ist die Frage: Wie viel Rauch, Nikotin und Kohlenmonoxid wird während einer Sitzung aufgenommen – und wie häufig wiederholt sich diese Belastung?

Wie belastend kann eine Shisha-Sitzung sein?

Die US-Gesundheitsbehörde CDC nennt für eine typische einstündige Sitzung ein eingeatmetes Rauchvolumen von ungefähr 90.000 Millilitern. Das ist etwa das 100- bis 200-Fache des Rauchvolumens einer einzelnen Zigarette. Außerdem können die Kohlenmonoxid- und Nikotinaufnahmen während einer Sitzung höher sein als bei einer einzelnen Zigarette. [2]

Viele

Züge

Während einer langen Sitzung wird immer wieder tief eingeatmet.

Lange

Konsumdauer

Die Belastung endet nicht nach fünf Minuten, sondern kann über einen langen Zeitraum anhalten.

Zwei

Schadstoffquellen

Sowohl das erhitzte Produkt als auch die Kohle können Schadstoffe freisetzen.

Diese Zahlen bedeuten nicht: Eine Shisha-Sitzung verursacht exakt denselben Gesundheitsschaden wie 100 oder 200 Zigaretten. Verglichen wird dabei das Rauchvolumen – nicht das vollständige individuelle Erkrankungsrisiko.

Welche Schadstoffe enthält Shisha-Rauch?

Das Bundesinstitut für Risikobewertung nennt im Wasserpfeifenrauch unter anderem hohe Mengen Kohlenmonoxid, Benzol, Nikotin und Teerbestandteile. Nachgewiesen wurden außerdem polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, tabakspezifische Nitrosamine, Carbonyle und verschiedene Metalle. [3]

Kohlenmonoxid

Das farb- und geruchlose Gas behindert den Sauerstofftransport im Körper. Bei Shishas ist vor allem die Kohle eine wichtige Quelle.

Nikotin

Nikotin kann die Abhängigkeit fördern und wirkt unter anderem auf Nervensystem, Herz und Kreislauf.

Krebserzeugende Verbindungen

Bestimmte PAK, Nitrosamine und weitere Verbrennungsprodukte können das Krebsrisiko erhöhen.

Feinstaub

Kleine Partikel können tief in die Atemwege und teilweise bis in den Blutkreislauf gelangen.

Metalle

Im Rauch wurden unter anderem Arsen, Chrom, Nickel und Cadmium nachgewiesen.

Aldehyde und Reizstoffe

Beim Erhitzen können Stoffe entstehen, die Augen, Schleimhäute und Atemwege reizen.

Langfristiger und regelmäßiger Shisha-Konsum wird mit Risiken für Lunge, Herz-Kreislauf-System, Mundraum und verschiedene Krebserkrankungen in Verbindung gebracht. Auch während der Schwangerschaft ist der Konsum mit besonderen Risiken verbunden. [2] [4]

Dunkle Wasserpfeife mit aufsteigendem Rauch in einem Innenraum
Rauch und Kohle können die Raumluft auch für andere Personen belasten. Foto: Luciano Oliveira / Unsplash

Kohlenmonoxid: Das besondere akute Shisha-Risiko

Kohlenmonoxid, kurz CO, entsteht bei unvollständiger Verbrennung. Das Gas ist nicht sichtbar und nicht am Geruch zu erkennen. Es bindet sich an den roten Blutfarbstoff und kann dadurch den Sauerstofftransport im Körper beeinträchtigen.

Beim Shisha-Rauchen stammt ein erheblicher Teil des Kohlenmonoxids aus der verwendeten Kohle. Bereits während oder nach einer Sitzung können Beschwerden auftreten. [5]

Achte auf mögliche Warnzeichen: Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, ungewöhnliche Müdigkeit, Atemnot, Verwirrtheit oder Bewusstseinsstörungen können auf eine Kohlenmonoxidbelastung beziehungsweise Vergiftung hindeuten.

Bei schweren Beschwerden: Verlasse den belasteten Raum, bringe dich an die frische Luft und rufe bei Atemnot, Bewusstlosigkeit, starker Verwirrtheit oder anderen schweren Krankheitszeichen den Notruf 112. Bei einem unklaren Vergiftungsverdacht ohne akute Lebensgefahr kann eine Giftnotrufzentrale beraten. [6]

Besonders gefährdet sind unter anderem Schwangere, ungeborene Kinder und Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das BfR rät diesen Gruppen ausdrücklich vom Wasserpfeifenkonsum ab. [5]

Ist tabakfreie oder nikotinfreie Shisha harmlos?

Tabakfreie Kräutermischungen, Dampfsteine und Shisha-Pasten enthalten möglicherweise kein Nikotin. Damit entfällt ein wichtiger Faktor der körperlichen Nikotinabhängigkeit. Harmlos werden diese Produkte dadurch aber nicht automatisch.

Was sich verbessern kann

  • Ohne Nikotin entsteht keine Nikotinaufnahme.
  • Das Risiko einer körperlichen Nikotinabhängigkeit sinkt.
  • Tabakspezifische Bestandteile können entfallen.

Was bestehen bleibt

  • Kohlenmonoxid und Schadstoffe aus der Kohle
  • Feinstaub und thermische Zersetzungsprodukte
  • Reizstoffe aus erhitzten Aromen und Feuchthaltemitteln
  • Belastung der Raumluft und der Atemwege

Das BfR weist darauf hin, dass auch der Rauch tabakfreier Wasserpfeifen potenziell gesundheitsschädliche Stoffe enthalten kann. Selbst bei elektrischen Heizsystemen können durch starke Erhitzung unerwünschte Zersetzungsprodukte entstehen. [3]

Nikotinfreie Shisha ist nicht dasselbe wie risikofreie Shisha. Sie kann einen Teil des Risikos verändern, beseitigt aber nicht automatisch die Belastung durch Rauch, Aerosole und Hitzeprodukte.

Kann Shisha abhängig machen?

Ja. Enthält der verwendete Tabak Nikotin, kann auch Shisha-Konsum zu körperlicher Nikotinabhängigkeit führen. Das BfR berichtet, dass die Nikotinkonzentration im Blut beim Wasserpfeifenrauchen vergleichbar ansteigen kann wie nach dem Rauchen von Zigaretten. [1]

Zusätzlich kann eine psychische und soziale Gewohnheit entstehen. Die Shisha ist dann fest mit Freunden, Wochenenden, Alkohol, bestimmten Cafés, Musik oder dem Gefühl von Entspannung verbunden. Selbst wenn kein täglicher körperlicher Entzug auftritt, kann der Wunsch nach genau diesem Ritual stark werden.

Körperliches Verlangen

Du denkst zunehmend an Nikotin, wirst ohne Konsum unruhig oder greifst zwischen Shisha-Abenden zu Zigaretten oder Vapes.

Soziale Gewohnheit

Treffen mit bestimmten Menschen fühlen sich ohne Shisha unvollständig oder langweilig an.

Zunehmende Häufigkeit

Aus gelegentlichen Abenden werden feste Wochenrituale oder mehrere Konsumtage pro Woche.

Wie gefährlich ist Shisha nur am Wochenende?

Wer einmal im Monat Shisha raucht, ist insgesamt seltener Rauch ausgesetzt als jemand, der jeden Tag mehrere Shisha-Köpfe oder täglich eine Schachtel Zigaretten konsumiert. Weniger häufige Belastung ist grundsätzlich von häufiger Belastung zu unterscheiden.

Daraus folgt jedoch nicht, dass gelegentliche Shisha gesundheitlich unbedenklich ist. Auch einzelne Sitzungen können zu einer hohen Aufnahme von Kohlenmonoxid, Nikotin und anderen Schadstoffen führen. Außerdem kann sich aus Wochenendkonsum allmählich eine häufigere Gewohnheit entwickeln.

Selten Weniger Konsumereignisse bedeuten normalerweise eine niedrigere kumulative Belastung als täglicher Konsum – aber nicht null Risiko.
Regelmäßig Wöchentliche Shisha-Abende summieren sich und können feste soziale und nikotinbezogene Gewohnheiten aufbauen.
Häufig oder täglich Mit zunehmender Häufigkeit steigen Schadstoffbelastung, Abhängigkeitsrisiko und langfristige Gesundheitsgefahren.

Eine ausführliche Einordnung zu wenigen und gelegentlichen Rauchanlässen findest du auf Wenig rauchen und Gelegenheitsrauchen .

Passivrauch, Raumluft und gemeinsames Mundstück

In einem Shisha-Café oder einem geschlossenen Raum stammt die Belastung nicht nur aus dem ausgeatmeten Rauch. Auch die Shisha selbst und die glühende Kohle geben Schadstoffe an die Raumluft ab. Dazu gehören Kohlenmonoxid und Feinstaub.

Menschen, die nicht selbst rauchen, können diese Stoffe ebenfalls einatmen. Lüften kann die Konzentration in einem Raum beeinflussen, macht das Rauchen dort aber nicht automatisch sicher.

Belastung für andere

Kinder, Schwangere sowie Menschen mit Atemwegs- oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen sollten Rauch und Kohlenmonoxid besonders konsequent meiden.

Gemeinsames Mundstück

Das Weiterreichen eines Mundstücks kann zusätzlich den Austausch von Speichel und Krankheitserregern begünstigen. Ein eigenes Mundstück reduziert dieses hygienische Problem, nicht aber die Schadstoffe im Rauch.

Mehr zur Belastung anderer Personen findest du unter Passivrauchen vermeiden .

Freunde sitzen gemeinsam in einer entspannten sozialen Situation
Bei Shisha geht es häufig ebenso um Gemeinschaft und Ritual wie um Nikotin. Foto: Unsplash

Kann man das Shisha-Risiko deutlich senken?

Einzelne Maßnahmen können bestimmte Teilrisiken beeinflussen. Sie verwandeln Shisha-Rauchen jedoch nicht in einen sicheren Konsum.

Was einzelne Risiken verändern kann

  • weniger häufig und kürzer konsumieren
  • nicht zusätzlich Zigaretten oder Vapes nutzen
  • kein gemeinsames Mundstück verwenden
  • geschlossene und schlecht belüftete Räume meiden
  • bei Beschwerden sofort aufhören und den Raum verlassen

Was keinen sicheren Schutz bietet

  • mehr Wasser in der Bowl
  • Milch oder andere Flüssigkeiten statt Wasser
  • Fruchttabak oder besonders milder Geschmack
  • längere Schläuche oder zusätzliche Filter
  • tabakfreie Produkte mit weiterhin glühender Kohle

Der gesundheitlich wirksamste Schritt bleibt: keinen Rauch und keine Verbrennungsprodukte einzuatmen. Wer vollständig aufhört, vermeidet sowohl die akute Belastung einer Sitzung als auch die langfristige Summierung.

Shisha reduzieren oder aufhören: Was hilft?

Beim Shisha-Aufhören reicht es häufig nicht, nur den Tabak wegzulassen. Das soziale Ritual muss ebenfalls ersetzt werden. Überlege deshalb zuerst, welche Funktion der Shisha-Abend für dich erfüllt.

Das Muster benennen

Rauchst du wegen Nikotin, Geschmack, Langeweile, Freunden, Alkohol oder der besonderen Atmosphäre?

Treffen neu planen

Verabredet euch zunächst an Orten, an denen Shisha nicht automatisch zum Abend gehört.

Eine klare Entscheidung treffen

„Heute vielleicht nicht“ ist schwerer als eine eindeutige Regel für einen bestimmten Zeitraum.

Andere Nikotinprodukte mitdenken

Prüfe, ob du zwischen Shisha-Abenden Zigaretten, Vapes oder Nikotinbeutel verwendest.

Freunde einweihen

Eine kurze klare Ansage verhindert, dass du den ganzen Abend immer wieder gefragt wirst.

Unterstützung nutzen

Bei starkem Nikotinverlangen können ärztliche Beratung, Rauchstopp-Angebote und geeignete Hilfen sinnvoll sein.

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Was möchtest du als Nächstes klären?

Du musst Shisha nicht erst täglich rauchen, um etwas zu ändern

Auch ein Wochenendritual lässt sich früh unterbrechen. Beobachte deinen nächsten Shisha-Impuls: Geht es um Nikotin, Freunde, Entspannung, Alkohol oder einfach darum, dass es alle machen? Sobald du die Funktion kennst, kannst du einen passenden Ersatz vorbereiten.

Häufige Fragen zu Shisha und Gesundheit

Ist Shisha weniger schädlich als eine Zigarette?

Eine Shisha ist keine sichere Alternative. Eine einzelne Sitzung dauert meist wesentlich länger als eine Zigarette und kann zu einer hohen Aufnahme von Rauch, Kohlenmonoxid, Nikotin und anderen Schadstoffen führen. Das langfristige Gesamtrisiko hängt zusätzlich von der Häufigkeit des Konsums ab.

Wie vielen Zigaretten entspricht eine Shisha?

Dafür gibt es keine verlässliche feste Zahl. Angaben wie „100 Zigaretten“ beziehen sich häufig auf das eingeatmete Rauchvolumen einer langen Sitzung im Vergleich mit einer einzelnen Zigarette. Rauchvolumen und tatsächlicher Gesundheitsschaden sind jedoch nicht dasselbe.

Filtert das Wasser Nikotin und Schadstoffe?

Das Wasser kann einzelne Bestandteile teilweise zurückhalten und kühlt den Rauch ab. Der eingeatmete Rauch enthält danach trotzdem weiterhin Nikotin, Kohlenmonoxid, Metalle und krebserzeugende Stoffe.

Ist Shisha nur einmal im Monat gefährlich?

Einmaliger oder seltener Konsum bedeutet weniger Konsumereignisse als tägliches Rauchen. Risikofrei ist er trotzdem nicht. Auch eine einzelne Sitzung kann eine hohe akute Kohlenmonoxid- und Schadstoffbelastung verursachen.

Kann man von Shisha nikotinabhängig werden?

Ja. Tabakhaltige Shisha liefert Nikotin und kann eine körperliche Abhängigkeit fördern. Zusätzlich können das soziale Ritual, bestimmte Orte und Wochenendgewohnheiten psychisch fest mit dem Konsum verbunden werden.

Ist nikotinfreie Shisha gesund?

Nein. Ohne Nikotin sinkt zwar das Risiko einer körperlichen Nikotinabhängigkeit. Die Kohle und das erhitzte Produkt können aber weiterhin Kohlenmonoxid, Feinstaub, Reizstoffe und andere gesundheitlich bedenkliche Stoffe freisetzen.

Ist Shisha ohne Kohle weniger schädlich?

Ohne glühende Kohle kann eine wichtige Quelle von Kohlenmonoxid und Verbrennungsstoffen entfallen. Starkes elektrisches Erhitzen kann jedoch weiterhin Aerosole und thermische Zersetzungsprodukte erzeugen. „Weniger belastend“ bedeutet deshalb nicht automatisch „harmlos“.

Warum bekomme ich nach Shisha Kopfschmerzen?

Kopfschmerzen können unter anderem mit Kohlenmonoxid, Nikotin, Flüssigkeitsmangel oder der langen Rauchbelastung zusammenhängen. Bei Schwindel, Übelkeit, Atemnot, Verwirrtheit oder starken Beschwerden sollte der Konsum sofort beendet und medizinische Hilfe gesucht werden.

Ist ein eigenes Mundstück ausreichender Schutz?

Ein eigenes Mundstück kann die direkte Weitergabe von Speichel und Krankheitserregern verringern. Es schützt aber nicht vor Kohlenmonoxid, Nikotin, Feinstaub oder anderen Stoffen im Rauch.

Was ist schädlicher: Shisha oder Vape?

Beide Produkte haben unterschiedliche Schadstoffprofile. Klassische Shishas mit Kohle erzeugen besonders viel Rauch und Kohlenmonoxid. Vapes verbrennen keine Kohle, können aber Nikotin, reizende Aerosolbestandteile und andere Stoffe freisetzen. Keines der Produkte ist gesundheitlich unbedenklich.

Wie kann ich Shisha aufhören, wenn alle Freunde rauchen?

Hilfreich sind eine klare Entscheidung, eine kurze Ansage an Freunde und vorübergehend andere Treffpunkte. Plane außerdem eine Beschäftigung für Hände und Mund sowie eine Antwort auf Angebote wie „nur ein Zug“. Bei starkem Nikotinverlangen kann zusätzliche Rauchstopp-Unterstützung sinnvoll sein.

Quellen und medizinischer Hinweis

Die Seite dient der allgemeinen gesundheitlichen Aufklärung. Sie ersetzt keine individuelle ärztliche Untersuchung oder Beratung. Bei akuten oder starken Beschwerden nach dem Shisha-Rauchen sollte medizinische Hilfe genutzt werden.

  1. Bundesinstitut für Risikobewertung: Gesundheitliche Bewertung von Shishas
  2. Centers for Disease Control and Prevention: Hookahs – health effects and toxin exposure
  3. Bundesinstitut für Risikobewertung: Fragen und Antworten zu Wasserpfeifen
  4. Weltgesundheitsorganisation: Advisory Note on Waterpipe Tobacco Smoking
  5. Bundesinstitut für Risikobewertung: Wasserpfeife: Kein Zug ohne Risiko
  6. Bundesministerium für Gesundheit: Erste Hilfe bei Vergiftungen
  7. Deutsches Krebsforschungszentrum: Gesundheitsschädliche Trendprodukte bei jungen Menschen

Redaktion: Nichtraucherzone · Autor: Heiko Boos · Letzte inhaltliche Aktualisierung: 3. August 2026 · Die Quellenlage und offiziellen Empfehlungen sollten regelmäßig überprüft werden.

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