Rauchen bei Chef-Stress: 9 rauchfreie Strategien
Rauchfrei trotz Druck im Job

Rauchfrei bleiben bei Chef-Stress

Kritik, Kontrolle, Zeitdruck oder ein schwieriges Gespräch mit der Führungskraft können Rauchverlangen innerhalb weniger Sekunden auslösen. Du musst den Stress nicht kleinreden. Aber du kannst dir Abstand, Ruhe und Handlungssicherheit geben, ohne zur Zigarette zurückzukehren.

  • Chefkritik
  • Kontrollverlust
  • Arbeitsdruck
  • Rauchfreie Pause
Angespannte Besprechung zwischen Führungskraft und Mitarbeitern im Büro
Du kannst Kritik, Druck und Unsicherheit ernst nehmen, ohne daraus eine Zigarette machen zu müssen.

Wenn dein Chef Druck macht und der Rauchimpuls sofort da ist

Chef-Stress fühlt sich oft anders an als ein normaler Konflikt unter Kollegen. Eine Führungskraft kann Aufgaben verteilen, Leistung bewerten, Entscheidungen treffen und deine berufliche Sicherheit beeinflussen. Selbst eine kurze Nachfrage kann deshalb stärkere Gefühle auslösen: Unsicherheit, Ärger, Scham, Trotz oder Angst vor Konsequenzen.

Vielleicht hast du gerade Kritik bekommen, obwohl du dich angestrengt hast. Vielleicht werden immer neue Aufgaben auf deinen Tisch gelegt, während gleichzeitig erwartet wird, dass alles fehlerfrei und sofort erledigt wird. Oder du weißt nie genau, wie dein Chef reagieren wird. Diese Unberechenbarkeit kann den Körper dauerhaft in Alarmbereitschaft halten.

In solchen Momenten wirkt die Zigarette wie eine schnelle Tür nach draußen. Du verlässt den Arbeitsplatz, beschäftigst deine Hände und hast für einige Minuten das Gefühl, selbst bestimmen zu können. Das bedeutet nicht, dass du wirklich Nikotin brauchst. Oft brauchst du Abstand, Orientierung, Schutz oder einen kleinen Bereich, über den du wieder selbst entscheiden kannst.

Dein Bedürfnis nach Pause und Kontrolle ist berechtigt.

Du musst nicht auf Erholung verzichten, um rauchfrei zu bleiben. Behalte die Pause – und ersetze nur den Teil, der dich wieder abhängig macht.

Drei Gründe, warum Chef-Stress ein starker Rauchtrigger ist

Bei Stress mit einer Führungskraft treffen häufig mehrere Auslöser gleichzeitig aufeinander.

Unsicherheit und Bewertung

Kritik durch eine Führungskraft kann sich schnell wie eine Bewertung deiner gesamten Person anfühlen. Dein Kopf sucht nach einer schnellen Möglichkeit, Scham, Angst oder Anspannung zu unterbrechen. Die Zigarette erscheint dann wie ein vertrauter Schutzraum.

Gefühlter Kontrollverlust

Aufgaben, Termine und Prioritäten werden möglicherweise von oben festgelegt. Das Rauchen kann sich wie eine kleine selbstbestimmte Handlung anfühlen: „Diese fünf Minuten gehören mir.“ Das Bedürfnis nach Kontrolle ist verständlich – nur die Zigarette ist nicht die einzige Antwort darauf.

Erlernte Stressentlastung

Wenn du früher nach jedem kritischen Gespräch geraucht hast, wurden Chefgespräch, Weg nach draußen und Zigarette zu einer festen Handlungskette. Der Rauchimpuls kann deshalb automatisch auftreten, selbst wenn du körperlich kaum Nikotinverlangen hast.

Führungskraft und Mitarbeiter sprechen ernsthaft an einem Schreibtisch

Nach einem schwierigen Gespräch reagiert häufig zuerst der Körper – erst danach wird sachliches Denken wieder leichter.

Was die Zigarette nach Chefkritik scheinbar leistet

Eine Zigarette kann dir für einige Minuten das Gefühl geben, aus der Hierarchie auszusteigen. Draußen entscheidet niemand über deine nächsten Handgriffe. Du atmest anders, wechselst den Ort und bekommst einen festen Ablauf. Das kann kurzfristig beruhigend wirken.

Gleichzeitig kann Nikotin Unruhe verstärken oder nur das Entzugsgefühl lindern, das durch die nächste Zigarette erneut entsteht. Der Kopf schreibt die kurze Erleichterung dann dem Rauchen zu. Tatsächlich helfen aber auch der Ortswechsel, die Pause, das langsamere Atmen und die vorübergehende Distanz.

Genau diese hilfreichen Bestandteile kannst du behalten. Gehe kurz weg, trinke etwas, bewege dich und setze einen klaren nächsten Schritt. Du musst nicht sofort beweisen, dass du mit jedem Druck souverän umgehen kannst. Du musst nur verhindern, dass aus einem schwierigen Arbeitsmoment wieder eine dauerhafte Rauchgewohnheit wird.

Merksatz bei Chef-Stress

„Ich brauche gerade Abstand und Orientierung“ ist genauer als „Ich brauche eine Zigarette“. Je genauer du dein Bedürfnis benennst, desto leichter findest du eine passende Alternative.

Typische Chef-Stress-Momente und rauchfreie Alternativen

Der automatische Rauchgedanke wird verständlicher, wenn du die Situation und das eigentliche Bedürfnis voneinander trennst.

Situation Typischer Gedanke Eigentliches Bedürfnis Rauchfreie Alternative
Dein Chef kritisiert deine Arbeit. „Ich muss sofort hier raus.“ Abstand und Schutz Wasser holen, langsam ausatmen und einen späteren Zeitpunkt für Rückfragen vereinbaren.
Du bekommst kurzfristig eine neue Aufgabe. „Das schaffe ich niemals.“ Prioritäten und Orientierung Nach Reihenfolge, Deadline und gewünschtem Ergebnis fragen.
Dein Chef kontrolliert jeden Arbeitsschritt. „Ich kann hier gar nichts selbst entscheiden.“ Autonomie und Vertrauen Einen festen Abstimmungsrhythmus und klare Entscheidungsspielräume vorschlagen.
Der Tonfall war scharf oder herablassend. „Ich lasse mir das nicht gefallen.“ Würde und Grenze Situation dokumentieren und in ruhigerem Zustand eine klare Grenze formulieren.
Du befürchtest einen Fehler gemacht zu haben. „Jetzt ist alles kaputt.“ Klarheit und Reparatur Fakten prüfen, Auswirkungen einschätzen und einen Lösungsvorschlag vorbereiten.
Nach Feierabend grübelst du weiter. „Jetzt habe ich eine Zigarette verdient.“ Abschluss und Entladung Feierabendritual planen: gehen, duschen, Musik hören oder jemanden anrufen.

9 Strategien, um bei Chef-Stress rauchfrei zu bleiben

Du brauchst keine perfekte Gelassenheit. Zwei oder drei vorbereitete Schritte können bereits verhindern, dass Chef-Stress automatisch zum Rauchen führt.

Verschiebe die Zigarettenentscheidung

Direkt nach Kritik oder Druck ist dein Denken häufig verengt. Sage dir nicht, dass du nie wieder rauchen darfst. Entscheide nur: „In den nächsten zehn Minuten rauche ich nicht.“ Nutze dafür die 10-Minuten-Regel. Häufig verliert der erste intensive Impuls schon deutlich an Kraft.

Verlasse den Gesprächsort, nicht deinen Rauchstopp

Ein Ortswechsel kann sinnvoll sein. Gehe kurz zur Küche, zum Waschraum, an ein Fenster oder einige Schritte durch das Gebäude. Wähle aber bewusst einen Ort, an dem nicht geraucht wird. So behältst du Abstand und Bewegung, ohne die alte Handlungskette vollständig zu aktivieren.

Frage nach konkreten Erwartungen

Unklare Kritik erzeugt oft mehr Stress als eine klare Aufgabe. Frage ruhig: „Was genau soll beim nächsten Mal anders sein?“ oder „Welche Priorität hat diese Aufgabe im Vergleich zu den anderen?“ Konkrete Informationen geben dir mehr Handlungssicherheit und reduzieren das Gefühl, völlig ausgeliefert zu sein.

Schreibe Fakten statt Katastrophengedanken auf

Notiere, was tatsächlich gesagt wurde. Ergänze getrennt davon, was du befürchtest. Ein Satz wie „Mein Chef hat um eine Überarbeitung bis morgen gebeten“ ist etwas anderes als „Ich werde bestimmt gekündigt“. Diese Trennung beruhigt nicht immer sofort, verhindert aber, dass Befürchtungen den gesamten Rauchimpuls steuern.

Bereite einen neutralen Antwortsatz vor

Unter Druck fehlen oft die passenden Worte. Ein Standardsatz kann dir Zeit geben: „Ich möchte das sauber klären und prüfe die Unterlagen zuerst.“ Oder: „Ich kann das übernehmen. Welche andere Aufgabe soll dafür zurückgestellt werden?“ Ein klarer Satz schafft Kontrolle, ohne dass du kämpfen oder fliehen musst.

Behalte deine Pause ausdrücklich bei

Manche Menschen versuchen nach dem Rauchstopp, jede Pause zu vermeiden. Dadurch wird der Arbeitstag noch belastender. Plane kurze rauchfreie Pausen, bevor der Stress maximal ist. Nimm ein Getränk, bewege Schultern und Hände und verlasse für einige Minuten den Bildschirm. Rauchfrei bedeutet nicht pausenlos.

Suche Unterstützung außerhalb der Raucherecke

Vielleicht hast du früher mit rauchenden Kollegen über deinen Chef gesprochen. Der soziale Austausch war hilfreich, nicht zwangsläufig die Zigarette. Bitte eine vertraute Person um fünf Minuten Zuhören, einen kurzen Spaziergang oder eine Kaffeepause an einem rauchfreien Ort.

Plane den Feierabend vor dem nächsten Stressmoment

Der stärkste Rauchimpuls kommt manchmal erst nach der Arbeit. Lege deshalb fest, was du direkt nach Feierabend machst. Ein kurzer Weg zu Fuß, Musik, ein Getränk oder ein Telefonat können den Übergang übernehmen. Warte nicht, bis du erschöpft vor einem Zigarettenautomaten stehst.

Bereite deinen Ausrutscher-Reset vor

Falls du nach einem schwierigen Chefgespräch doch rauchst, muss daraus kein dauerhafter Rückfall werden. Stoppe nach Möglichkeit nach dieser Zigarette, entsorge den Rest und analysiere den kritischen Moment. Der Rückfall-Reset hilft dir, ohne Selbstvorwürfe wieder in deinen Rauchstopp zurückzukehren.

Dein persönlicher Chef-Stress-Reset

Wähle die aktuelle Situation, die Stärke des Rauchverlangens und dein wichtigstes Bedürfnis. Du erhältst eine kurze Handlungskette für die nächsten Minuten.

Der 4-Schritte-Akutplan nach Chefkritik

Direkt nach einem belastenden Gespräch musst du nicht alles lösen. Diese vier Schritte reichen für den ersten Moment.

1 Unterbrechen

Keine Zigarette kaufen und keine wütende Nachricht verschicken.

2 Beruhigen

Beide Füße spüren, Schultern lockern und langsam ausatmen.

3 Sortieren

Fakten, Befürchtungen und Erwartungen getrennt notieren.

4 Handeln

Einen kleinen nächsten Schritt statt einer Gesamtlösung festlegen.

Bei sehr starkem Rauchverlangen

Entferne dich nach Möglichkeit von Zigaretten und Verkaufsstellen. Trinke Wasser, bewege dich einige Minuten und nutze sofort die Soforthilfe bei Rauchverlangen oder den 3-Minuten-Timer. Starkes Verlangen ist ein Zustand – kein Befehl.

Nach Kritik: Was ist Fakt und was ist Angst?

Chefkritik kann frühere Erfahrungen berühren. Vielleicht hattest du schon einmal Angst vor Fehlern, Konflikten oder Arbeitsplatzverlust. Dann reagiert dein Körper möglicherweise stärker, als es die aktuelle Aussage allein erklären würde.

Eine kurze schriftliche Sortierung hilft. Notiere zuerst nur die konkrete Aussage. Danach schreibst du auf, was du daraus ableitest. Zum Schluss formulierst du, welche Information dir noch fehlt. So entsteht aus diffusem Stress ein überprüfbarer nächster Schritt.

  • Was hat meine Führungskraft tatsächlich gesagt?
  • Welche Konsequenz wurde konkret genannt?
  • Welche Folge befürchte ich nur?
  • Welche Rückfrage würde Klarheit schaffen?
  • Was kann ich heute realistisch beeinflussen?
Mitarbeiterin ordnet Notizen und Aufgaben nach einem schwierigen Gespräch

Schriftliche Klarheit kann das Gefühl verringern, gleichzeitig an alles denken und alles sofort lösen zu müssen.

Wenn dein Chef ständig neue Aufgaben gibt

Dauernder Zeitdruck ist ein typischer Rauchtrigger. Die Zigarette wirkt wie eine Notbremse: Für einige Minuten kann niemand eine weitere Aufgabe hinzufügen. Doch danach warten dieselben Aufgaben weiterhin – oft ergänzt um Zeitverlust und neuen Rauchdruck.

Hilfreicher ist eine sichtbare Priorisierung. Frage bei einer neuen Aufgabe: „Welche der bisherigen Aufgaben soll dafür zurückgestellt werden?“ Damit verweigerst du nicht automatisch die Arbeit. Du machst nur deutlich, dass Zeit und Aufmerksamkeit begrenzt sind.

Wenn direkte Rückfragen schwierig sind, kannst du Aufgaben schriftlich zusammenfassen: „Damit ich richtig priorisiere: Aufgabe A bis Dienstag, Aufgabe B bis Donnerstag und Aufgabe C heute – ist diese Reihenfolge korrekt?“ Solche Zusammenfassungen schaffen Orientierung und können verhindern, dass du den gesamten Druck allein im Kopf tragen musst.

Kleine Kontrolle zurückholen

Du kannst möglicherweise nicht bestimmen, welche Aufgabe kommt. Du kannst aber nach Reihenfolge, Deadline, Entscheidungsspielraum und gewünschtem Ergebnis fragen. Diese vier Informationen geben oft mehr Sicherheit als eine Zigarette.

Wenn du dich kontrolliert oder klein gemacht fühlst

Engmaschige Kontrolle kann besonders stark triggern, weil die Zigarette als letzter selbstbestimmter Bereich erscheint.

Feste Rückmeldetermine vorschlagen

Statt vieler spontaner Nachfragen kann ein fester Abstimmungszeitpunkt entlasten. Frage beispielsweise, ob du jeden Morgen oder zweimal pro Woche einen kurzen Status geben sollst. Dadurch wird Kontrolle planbarer und unterbricht deinen Arbeitstag seltener.

Entscheidungsspielräume klären

Frage, welche Entscheidungen du selbst treffen darfst und bei welchen Punkten Rücksprache erforderlich ist. Selbst kleine klare Freiräume können das Gefühl von Ohnmacht reduzieren und den Rauchimpuls abschwächen.

„Ich kann nicht jede Entscheidung kontrollieren. Aber ich kann entscheiden, wie ich die nächsten zehn Minuten mit mir umgehe.“
Kollegen unterstützen sich in einem modernen Büro bei der Arbeit

Rückhalt muss nicht in der Raucherecke stattfinden. Auch rauchfreie Gespräche können Druck und Unsicherheit reduzieren.

Unterstützung suchen, ohne wieder mitzurauchen

Nach einem belastenden Chefgespräch ist es verständlich, Bestätigung zu suchen. Vielleicht möchtest du wissen, ob andere die Situation ähnlich erlebt haben. Früher fand dieser Austausch möglicherweise automatisch in der Rauchpause statt.

Versuche, den sozialen Teil vom Rauchen zu trennen. Bitte eine vertraute Person um ein kurzes Gespräch, einen Kaffee oder einen Gang durchs Gebäude. Formuliere möglichst konkret, was du brauchst: Zuhören, eine Einschätzung oder Hilfe bei der Vorbereitung des nächsten Gesprächs.

Achte darauf, dass aus Entlastung kein dauerhaftes gegenseitiges Hochdrehen wird. Wiederholtes Schimpfen kann den Stress verstärken. Hilfreicher ist eine Verbindung aus Verständnis und nächstem Schritt.

Wenn Chef-Stress zum dauerhaften Problem wird

Nicht jeder schwierige Arbeitstag bedeutet, dass das gesamte Arbeitsverhältnis problematisch ist. Wenn Angst, Abwertung, unklare Erwartungen oder Überforderung jedoch ständig auftreten, reicht eine kurzfristige Rauchfrei-Strategie allein möglicherweise nicht aus.

Dokumentiere konkrete Situationen mit Datum, Anlass, Aussage und Auswirkung. Nutze beobachtbare Beschreibungen statt allgemeiner Formulierungen wie „immer“ oder „nie“. Diese Notizen können dir helfen, ein Gespräch vorzubereiten oder externe Unterstützung einzubeziehen.

Je nach Betrieb und Situation können Personalvertretung, Betriebsrat, Vertrauenspersonen, Personalabteilung, Betriebsmedizin oder psychosoziale Beratung passende Anlaufstellen sein. Bei rechtlichen Fragen sollte eine geeignete Rechtsberatung genutzt werden. Deine Rauchfreiheit soll dich stärken – sie darf aber nicht bedeuten, dass du eine dauerhaft belastende Situation schweigend aushalten musst.

Bei Drohungen, Diskriminierung oder starker Angst

Wiederholte Demütigungen, Drohungen, Gewalt, Diskriminierung oder gesundheitlich belastender Druck sind mehr als normaler Arbeitsstress. Hole dir frühzeitig professionelle, betriebliche oder rechtliche Unterstützung. Diese Seite kann keine verbindliche arbeitsrechtliche Beurteilung ersetzen.

Die Zigarette nach Feierabend verhindern

Viele Menschen bleiben während der Arbeitszeit rauchfrei und spüren den stärksten Impuls erst später. Im Auto, an der Haltestelle oder vor der Haustür fällt die Anspannung etwas ab. Dann erscheint die Zigarette als Belohnung: „Nach diesem Tag habe ich sie verdient.“

Tatsächlich brauchst du wahrscheinlich einen Übergang. Dein Körper möchte aus der beruflichen Alarmbereitschaft herauskommen. Plane deshalb die ersten zehn bis fünfzehn Minuten nach Arbeitsende. Gehe ein Stück, höre Musik, trinke etwas oder rufe eine vertraute Person an.

Entscheidend ist, dass diese Handlung möglichst früh beginnt – bevor du an einer Verkaufsstelle vorbeikommst oder zu Hause nach alten Zigaretten suchst. Ein vorbereiteter Rauchfrei-Notfallplan kann dir genau für diesen Moment eine feste Handlungskette geben.

Feierabend bedeutet nicht Problemlösung

Du musst das Chefgespräch nicht innerlich abschließen, bevor du dich erholen darfst. Ein hilfreicher Satz lautet: „Ich kümmere mich morgen um die Arbeit. Heute kümmere ich mich darum, nicht aus Stress zu rauchen.“

Nach einem Ausrutscher ruhig neu starten

Falls du nach Chef-Stress geraucht hast, kann sofort der Gedanke entstehen, dass dein Rauchstopp gescheitert sei. Dieser Alles-oder-nichts-Gedanke führt häufig eher zum Rückfall als die einzelne Zigarette.

Stoppe möglichst nach dieser Zigarette. Kaufe keine neue Packung zur Sicherheit. Frage dich, welche Funktion das Rauchen übernommen hat: Abstand, Trotz, Belohnung, Beruhigung oder das Gefühl, wenigstens über etwas selbst entscheiden zu können.

Ergänze anschließend deinen Plan. Vielleicht brauchst du beim nächsten Gespräch einen Standardsatz, eine andere Pausenroute oder eine Person, die du danach kontaktieren kannst. Kleine konkrete Veränderungen sind zuverlässiger als das Versprechen, beim nächsten Mal einfach stärker zu sein.

Passende nächste Schritte auf Nichtraucherzone

Wähle die Unterstützung, die zu deinem aktuellen Moment passt – akut, vorbeugend oder nach einem Ausrutscher.

Häufige Fragen zu Rauchen und Chef-Stress

Warum löst Stress mit dem Chef so starkes Rauchverlangen aus?

Chef-Stress kann Kritik, Unsicherheit, Ärger, Kontrollverlust und Angst vor Konsequenzen auslösen. Wenn die Zigarette bisher als Pause, Rückzug oder schnelle Beruhigung diente, wird diese Verbindung in solchen Momenten besonders aktiv.

Was hilft direkt nach einem kritischen Chefgespräch?

Verlasse nach Möglichkeit kurz den Gesprächsort, trinke Wasser und atme langsam aus. Schreibe anschließend nur die wichtigsten Fakten und einen nächsten Schritt auf. Vermeide es, in höchster Anspannung Zigaretten zu kaufen oder vorschnelle Nachrichten zu verschicken.

Wie mache ich nach Chefkritik Pause, ohne zu rauchen?

Behalte die Pause bei, aber gehe bewusst an einen rauchfreien Ort. Nimm ein Getränk mit, bewege dich einige Minuten und entscheide vorher, wann du an den Arbeitsplatz zurückkehrst. Rauchfrei bedeutet nicht pausenlos.

Was kann ich tun, wenn ich Angst vor meinem Chef habe?

Trenne konkrete Beobachtungen von Befürchtungen und dokumentiere belastende Situationen sachlich. Suche bei wiederkehrender Angst geeignete betriebliche, arbeitsmedizinische, psychosoziale oder rechtliche Unterstützung. Die Zigarette kann die Ursache der Angst nicht lösen.

Wie gehe ich mit unfairer Kritik um, ohne zu rauchen?

Bitte um konkrete Beispiele, Erwartungen und einen ruhigen Folgetermin. Notiere das Gespräch und hole dir bei Bedarf Unterstützung. Kümmere dich zuerst um deine Anspannung und entscheide danach, wie du sachlich reagieren möchtest.

Was hilft gegen Grübeln nach einem Gespräch mit dem Chef?

Schreibe Fakten, Interpretationen und den nächsten Schritt getrennt auf. Lege einen Zeitpunkt fest, an dem du das Thema wieder aufgreifst. Ein bewusster Feierabendübergang hilft, das Grübeln nicht automatisch mit einer Zigarette zu verbinden.

Wie verhindere ich die Zigarette nach Feierabend?

Plane die ersten zehn bis fünfzehn Minuten nach Arbeitsende. Wechsle den Ort, trinke etwas, gehe ein Stück oder telefoniere mit einer vertrauten Person. Der Feierabend braucht einen Übergang, aber keine Zigarette.

Ist eine Zigarette nach Chef-Stress bereits ein vollständiger Rückfall?

Nein. Eine einzelne Zigarette muss nicht zum vollständigen Rückfall werden. Stoppe möglichst sofort, entsorge übrige Zigaretten und prüfe ohne Selbstvorwürfe, welcher Moment und welches Bedürfnis den Ausrutscher ausgelöst haben.

Wann sollte ich mir wegen Chef-Stress Unterstützung holen?

Unterstützung ist sinnvoll, wenn Belastung, Angst, Abwertung, Drohungen, Diskriminierung oder gesundheitliche Beschwerden anhalten. Je nach Situation können Betriebsrat, Personalvertretung, Betriebsmedizin, psychosoziale Beratung oder rechtliche Beratung passende Anlaufstellen sein.

Dein Chef bestimmt nicht über deinen Rauchstopp

Du musst Kritik, Druck oder Unsicherheit nicht schönreden. Entscheide nur, wie du die nächsten Minuten schützt: mit Abstand, einer echten Pause und einem kleinen klaren Schritt statt einer Zigarette.

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